Modellierung
Bei der Modellierung von Fahrzeug und Getriebe werden drei Ansätze verfolgt:
Der Antriebstrang kann, vor allem in seiner Längsdynamik, modelliert werden, um
auftretende Schwingungsmodi zu studieren. Des Weiteren können
Getrieberegelungs-Algorithmen am Modell erprobt werden sowie
Kraftstoffverbrauchsrechnungen und Fahrdynamiksimulationen durchgeführt werden.
Größtenteils benutzt GIF MATLAB/Simulink oder ITISim für die Programmierung.

MATLAB/Simulink-Modell zur Reglerentwicklung
GIF hat zahlreiche Fahrzeugvarianten in Modellen abgebildet. Im Zentrum des
Interesses steht dabei der Antriebstrang, insbesondere das Getriebe.
Anhand von Fahrzeugdaten werden die Modelle zunächst parametrisiert, um
Schwingungsanregungen oder das Wirken der Getrieberegelung zu simulieren.
Die Ergebnisse werden mit Fahrzeug- und Prüfstandsmessungen verglichen, um
eine Validierung des Modells vorzunehmen. Nach erfolgreicher Validierung
können mit dem Modell Vorkalibrierungen entwickelt und ausgetestet werden,
die im Fahrzeug nur noch leichte Modifikationen erfordern. Dies führt bei
komplexeren Projekten zu einer starken Verkürzung der Entwicklungszeit.

Modulares Fahrzeugmodell für Fahrdynamik- und Kraftstoffverbrauchsuntersuchungen
Mit Hilfe der Fahrzeugmodelle und Regleralgorithmen wird auch die zu erwartende
Fahrdynamik und der Kraftstoffverbrauch vorhergesagt und mit anderen
Getriebetypen verglichen.
Dazu werden Beschleunigungszeiten, z.B. für 0-100 km/h, 60-100 km/h, 80-120 km/h
und 0-4 m untersucht. Der Kraftstoffverbrauch wird in der Regel anhand von
Konstantfahrten und Normzyklen, wie z.B. dem MVEG, berechnet.