Fahrzeugausrüstung
In dem Bereich Fahrzeugausrüstung werden alle Möglichkeiten zur messtechnischen
Ausrüstung eines Fahrzeugs angeboten. Die vorhandenen Mittel lassen umfassende
Dienstleistungen zu, von der Instrumentierung des Fahrzeugs bis zur Durchführung und
Auswertung der Messungen. Die vorhandenen Messeinrichtungen ermöglichen es,
spezifische Daten von Serien- oder Prototypenfahrzeuge zu erfassen und für
die Entwicklung neuer Fahrzeugkonzepte bereitzustellen. Anhand der aufgenommenen
Datensätze lassen sich einfache Bauteile näher charakterisieren und komplexe Zusammenhänge
eingehend beurteilen. Mit Hilfe einer zeitsynchronen Videoerfassung kann die
Interpretation eines mehrkanaligen, zu einem Bauteil gehörenden Datensatzes vereinfacht
werden. Die Signale können darüber hinaus mittels eines CAN-Busses und der
entsprechenden Sensorik parallel aufgezeichnet und ausgewertet werden. Zur
Ermittlung der mechanischen Leistung an drehenden Bauteilen steht ein
hochspezifisches Telemetriesystem zur Verfügung. Dieses kann in Form und
Funktionsumfang optimal auf die vorhandenen Gegebenheiten angepasst werden.
Drehmomentmessung

Drehmomentmessung auf der Getriebeeingangswelle
Zur Messung der momentan von einem Verbrennungsmotor abgegebenen Leistung
steht meist nur sehr wenig Bauraum zur Adaption zusätzlicher Messumformer zur
Verfügung. Daher werden die vorhandenen Komponenten in Verbindung mit den
sie umgebenden Freiräumen optimal zur Aufnahme der zusätzlichen
Sensorbausteine genutzt.
Für die Messung des Ein- und Ausgangsdrehmomentes an Handschalt- und
Automatikgetrieben sind mehrere Anwendungen möglich. Hier sind jedoch oftmals
im Bereich der Kupplungsbetätigung Umgestaltungen notwendig.
Zur Erfassung des Drehmoments von frei drehenden Wellen - wie Kardanwellen
oder Seitenwellen - stehen unterschiedliche Lösungsmöglichkeiten zur
Verfügung. So erhalten Wellen mit großen Eigenbewegungen ein geschlossenes
Übertragungssystem mit gelagertem Stator und relativ ortsfest drehende
Wellen einen Stator, der karosserie- oder fahrwerkseitig befestigt
werden kann.
Temperaturmessung

Temperaturmessung im Getriebe
Zur Messung von Temperaturen an ortsfesten Komponenten stehen ausreichend
konventionelle Messsysteme. Die Temperaturmessung an rotierenden Komponenten
innerhalb von Motoren oder Getrieben ist jedoch nur mit kundenspezifisch
gestalteten Lösungen durchführbar.
Dafür müssen vorhandene Bauteile so bearbeitet werden, dass die sowohl
die Aufnahme des eigentlichen Temperaturfühlers als auch die Adaption der
elektronischen Bausteine ermöglichen. Oftmals müssen Funktionsgruppen aus
Platzgründen zerlegt und als Einzelmodule an unterschiedliche Stellen
verteilt werden.
Damit die real im Fahrbetrieb auftretenden Belastungsprofile nachgefahren
werden können, müssen die für die Messsignalverstärkung und
-übertragung eingesetzten Bausteine Temperaturen bis 140°C standhalten.
Steifigkeitsmessung

Kalibrier- / Drehsteifigkeitsprüfstand
Die Information über die Drehsteifigkeiten der im Kraftfluss befindlichen wellen
gehört unter anderem zur Betrachtung des dynamischen Verhaltens eines Antriebsstrangs.
Diese üben einen sehr großen Einfluss auf die Gesamtabstimmung des Fahrzeugs aus
und bilden eine wesentliche Kenngröße zur Vorausberechnung und Bestimmung
kritischer Betriebspunkte.
Zur versuchtechnischen Ermittlung dieser Kenngröße steht ein Prüfstand zur
Verfügung, mit dem sich der Verdrehwinkel von Wellen oder einer Wellenanordnung
unter einer Drehmomentbelastung aufzeichnen lässt. Auch die Drehfedersteifigkeiten
kompletter Getriebe mit angeflanschter Kardanwelle lassen sich hiermit ermitteln.
Drehzahlmessung

Drehzahlmessung im Fahrzeug
Eine große Anzahl von Drehzahlinformationen lassen sich über den im
Fahrzeug installierten CAN-Bus abrufen. Wo dies nicht möglich ist,
werden zusätzliche Sensoren eingesetzt. Je nach Bedarfs- und Anwendungsfall
wird ein Inkrementalgeberrad angefertigt, das sich ohne großen
Zusatzaufwand in den bestehenden Wellenstrang integrieren lässt. Ein
aktiver oder passiver Sensorkopf stellt in Verbindung mit einem in
Eigenentwicklung hergestellten Signalwandlerdrehzahlproportionale
Rechteckimpulse zur Verfügung.
Drehbeschleunigungsmessung
Die bereits im Antriebsstrang installierte Drehzahlmessung wird meist zur Messung
von Drehungleichförmigkeiten genutzt. Die von einem Inkrementalgeber stammenden
Signale müssen nur einer schnellen Datenerfassung für eine weitere Offline-Verarbeitung
zugeführt werden. Die Qualität der gewonnen Beschleunigungssignale hängt dabei seht
stark von der Güte des Impulsgebers ab. Aufwändige Programmpakete ermöglichen es,
durch Teilungsfehler oder Exzentrizität bedingte Ungenauigkeiten des Gebersystems
auszugleichen.

Drehbeschleunigungsmessung im Getriebe

Spezialelektronik zur Drehbeschleunigungsmessung
Kraft-/Dehnungsmessung

Getriebegehäuse mit DMS appliziert
Um die im realen Betrieb auftretenden Belastungen punktuell an kritischen
Bauteilen messen zu können, wird meist auf die DMS-Technik zurückgegriffen.
Unter Anwendung dieser Technologie werden die zu untersuchenden Bereiche
gegebenenfalls so mit den Sensoren appliziert, dass Größe und Richtung
der auftretenden Kräfte daraus abzuleiten sind.
Beschleunigungsmessung
Die Kenntnis über die Größe der Beschleunigungen an Komponenten des
Fahrwerks und an dessen Befestigungspunkten lässt Rückschlüsse über
die auftretenden Belastungen und die Entkopplung der Systeme untereinander
zu. Wenn für die Messungen triaxiale Beschleunigungssensoren mit einem
großen Frequenzbereich eingesetzt werden, lassen sich zusätzlich auch
Schwingungsanalysen in unterschiedlichen Achsrichtungen durchführen.
Zu diesen Beispiel-Applikationen können Sie sich auch eine
Informationsmappe (979kB)
herunterladen.